Interpretation
Das Bild spielt mit der Idee des „harmlosen Schafs“, das hier aber durch Überzeichnung ins Absurde kippt.

BÄÄH
- Das übertrieben Niedliche (Kulleraugen, flauschiges Fell) wird mit einem absurden, fast dadaistischen Ausdruck kombiniert (herausgestreckte Zunge, schiefe Haltung).
- Das Schaf fungiert als satirisches Symbol für Konformität oder Naivität gelesen werden – es „blökt“ im wahrsten Sinne, aber so übertrieben, dass es selbstironisch wirkt.
- Der einzelne Kontrastpunkt – die Blume – bringt eine zweite Ebene hinein: vielleicht ein Hinweis auf Individualität oder Vergänglichkeit im ansonsten naiv-bunten Szenario.
Arbeitsweise
- Skizze mit Bleistift, später :
Die Grundformen (Schaf, Text, Bodenlinie) wurden locker, fast cartoonhaft skizziert. Die Linienführung ist bewusst unregelmäßig und lebendig – das spricht für freies Handzeichnen, nicht für Vektorarbeit. - Inking / Outlines:
Danach wurden die Linien mit schwarzer Tinte nachgezogen.
→ Auffällig: variierende Strichstärken, spontane Kanten, organischer Charakter. - Kolorierung:
Die Farben wirken handgemalt oder mit Aquarell-Textur überlagert – vermutlich mit einem weichen Pinsel oder Wasserfarben-Pinsel und später in SKETCHES, einer digitalen Zeichenapp.- Das Fell hat gelbliche und hellbraune Schattierungen.
- Der Himmel ist angedeutet, nicht ausgearbeitet.
- Der Schriftzug „BÄÄH“ hat eine wolkige, pastellartige Kolorierung.
- Feinarbeit und Kontrast:
Das Werk “BÄÄH” wurde zuletzt digital nachbearbeitet: leichte Farbverstärkung, Aufhellung des Hintergrunds und betonte Konturen. - Stilistisches:
→ Eine Mischung aus Kinderbuchillustration, Cartoonkunst und satirischer Skizze.
→ Intuitiv, nicht akademisch konstruiert – die Spontaneität ist Teil der Wirkung.
